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 ZzW - Zwischen Zwei Welten II

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Zwerg
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BeitragThema: ZzW - Zwischen Zwei Welten II   Mi Sep 07, 2011 6:16 am

Die Geschichte
»Ein Bericht einer der "Alten"

„Düstere Fäulnis umgab mich wie ein dichter, schwerer Schleier und nahm mir die Sicht. Nicht dass es viel zu erkennen gab, hier in diesem Vermaledeiten Keller-Labor.
Brav saßen wir hier, in unseren Verließen und warteten auf die schützende Schwärze der Nacht, die für gewöhnlich mit dem Schlüsselklappern der Sicherheitsbeamten angekündigt wurde. Doch der Schein trübte, wir waren nicht brav, ganz und gar nicht. In uns lauerte die Gier, die Mordlust.
Der Gestank nach Tod und lebensgefährlichen Substanzen klebte in meiner Nase, wie so mancher Dreck an meiner Haut klebte.
Ich wollte hier raus, wir wollten hier raus. Raus aus diesem Verließ, wollten endlich wieder die Sonne auf unserer geschundenen Haut spüren, unter die sich schon so einige Spritzen geschoben hatten….
Ich war das alles hier satt. Nur noch eines wollte ich, nämlich den Verantwortlichen etwas antun…
Etwas, von dem sich nicht so schnell wieder erholen würden, von denen ihre Psyche im *** wäre. Etwas, was für mich zu großartig klingt, als dass ich es beschreiben könnte.
Allein der Gedanke daran, sein Blut zu kosten, es an meinen Lefzen herunterlaufen zu spüren, raubte mir den Atem und brachte mich in einen Zustand der blanken Gier.
All die Experimente, die sie im Laufe der Jahre mit uns gemacht hatten, um diese „Krankheit“ zu besiegen, rechtfertigten dieses Denken. Unser Denken.
Auch wenn nicht, so würde mich das nicht stören. Ich würde sowieso nicht mehr dazu gehören, dafür hatten sie gesorgt.
Sie und ihre Krankheit.
Unser Plan war gut. Einige von uns verwandelten sich in kleine Tiere, Mäuse und lockten die Wärter herein. Dort, würden sie sie dann niederschlagen, vielleicht sogar töten. Mit den Schlüsseln würden wir fliehen.
In die schützende Dunkelheit der Nacht verschwinden.
Denn das war sie. Die Dunkelheit war nichts, vor dem man sich fürchten musste. Nein, das Licht, das war es. Vor dem Licht sollte man sich fürchten.
Jeder von uns wusste es zu genüge, wenn das Licht anging, ging es wieder los. Die Experimente. Blieb es aus, so waren wir für eine Zeit lang allein.
Nicht einmal dem Essen trauten wir mehr über den Weg, vielleicht vergifteten sie uns ja…
Die Krankheit kam jedenfalls von ihnen.
Das Schlurfen der schweren Schuhe des Wärters bewegte sich langsam in unsere Richtung und wir begannen mit dem Ausbruchsplan.
Ich war eine der „Mäuse“.
Ich liebte die Wölfe, ihr Heulen. Jenes Heulen, dass uns so manche Nacht erträglich machte. Denn sie waren hier, ganz in der Nähe…
Verschwommen erinnerte ich mich an meine Kindheit, ein dumpfer Abgleich meines jetzigen Ichs.
Ich war ein lebensfroher Mensch gewesen, doch jetzt bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob ich überhaupt noch ein Mensch bin….
All diese Experimente, all diese Tests. Und zu guter Letzt auch noch die Krankheit, die sie entwickelt hatten…
Wir waren „menschliche“ Laborratten. Ratten, die keine Rechte aufzuweisen hatten. Ratten, die man entsorgen konnte, wenn sie einem zuwider waren, oder keinen Nutzen mehr hatten. Widerwärtige Tiere.
Doch sie waren es, die Tiere. Wir kamen her, in der Hoffnung auf Heilung. Merkten zu spät, dass sie es waren, die diese Krankheit überhaupt erst in Umlauf gebracht haben.
Dass sie keinen einzelnen von uns davon befreien wollten, zusahen, wie wir uns in von Mordgelüste gesteuerten Kreaturen verwandelten.
Sie waren es, die dabei zusahen, wie uns unsere Wesen entglitten.
Wir waren nicht mehr wir selbst, aber wir liebten es, nach Brutalität und Mord zu sinnen. Wir liebten es, uns den Tod jener Personen vorzustellen, die alles was hier vorging, zu verantworten hatten.
Wir liebten die Vorstellung nach ihrem Blut.
Nach und nach entwickelten wir Fähigkeiten, die wir nicht kannten. Wir konnten bestimmte Elemente beherrschen, damals, als noch alles okay war. Sie machten weiter, wollten kein Ende finden.
Indizierten uns andere Mittel und sahen kopfschüttelnd mit geschäftigem Blick unserer Wandlung zu.
Behandelten uns wie Tiere, wie Versuchskaninchen, Laborratten.
Widerwärtiges Gesindel, das das Recht zu leben mit der simplen Infizierung einer Krankheit, die sie in Umlauf brachten, verwirkte.
Der Hass brannte in unseren Mägen, wie es unsere Haut bei der Wandlung tat.
Wir wollten hier raus.
Blitzschnell manifestierte ich eine Maus in meinen Gedanken, ehe ich ihre Gestalt annahm. Das Brennen störte mich schon gar nicht mehr, anders sogar, ich sehnte mich nach dem Schmerz. Er war eine der wenigen Empfindungen die wir noch besaßen, an denen wir uns festklammerten.
Es würde besser werden, bläuten sie uns immer wieder ein. Wir müssten nur lang genug abwarten, sagte sie…
Alles leere Versprechungen. Versprechungen, die nichts bedeuteten.
Ich huschte an dem Wärter vorbei, noch ehe er mich bemerkt hatte und verwandelte mich hinter ihm zurück in einen Menschen. Jene schmächtige Gestalt, die aus mir geworden war.
Noch vor den anderen schlug ich ihm fest auf den Hinterkopf, so dass er sofort zu Boden ging und nicht einmal mehr erschrocken nach Luft schnappen konnte.
Wir arbeiteten Lautlos, befreiten die anderen und flohen.
Die Alarme setzen viel zu spät ein, zu spät folgten sie uns, mit ihren Hunden, die ebenfalls nur Genexperimente waren.
Jene von uns, bei dessen Mitteln etwas nicht so lief wie bei uns.
Verlorene, willenlose Seelen.
Seelen, die nichts mehr als den Gehorsam in Sinn hatten. Seelen, die nicht einmal mehr existierten.
„Mama, was passiert wenn man tot ist?“, hatte ich als kleines Kind einmal gefragt. „Nun Kind, du kommst in den Himmel wenn du brav warst.“
Heute wusste ich es besser, wenn man starb, starb auch die Seele. Jedenfalls war es bei uns der Fall.
Es spielte keine Rolle wie wir uns benahmen, ob wir mordeten oder nicht. Unsere Seelen waren verloren.
Der Mond schien hell als wir in den Wald flohen, ich hatte mich nicht geirrt. Ganz in der Nähe hörten wir die Wölfe heulen, wir rannten ihnen entgegen, folgten ihnen, um unsere Mordlust zu stillen.
Die Rache nahte, ich spürte es mit jeder Pore meines Körper und ich freute mich. Mir trachtete danach, nicht nur am pulsierenden Blut eines unschuldigen Wolfes geleckt zu haben, sondern an dem jener, die es wirklich verdienten.
An dem der Menschen.“

2378. Seit jeher, gab es das Gute und das Schlechte auf der Erde. Die Menschen waren übergeschnappt und wollten ihresgleichen verbessern bis zu einem Punkt, ab dem es keine Verbesserung mehr gab. Die Wesen entstanden. Niemand weiß, was die „Wesen“ sind, dennoch ist klar, dass sie menschlichen Ursprungs sind…
Ein Labor mit größenwahnsinniger Leitung brachte eine Krankheit in Umlauf, um willenlose, menschliche Testobjekte zu bekommen, die noch Hoffnung auf ein Leben hatten und kämpften. Nur das eben diese Hoffnung erlogen war. Viele Kriege wurden ausgetragen, immer gingen sie verschieden aus, doch jetzt soll es sich entscheiden, das Jahr des sechsten Krieges ist angebrochen. Jenes Jahr, vor dem sich jedermann fürchten sollte, doch das ist nicht der Fall.
Vielen ist die akute Bedrohung nicht klar, die die Gestaltenwandler, eben diese Wesen, auslösen.
Nicht einmal mehr an die Existenz jener glauben sie.
Diese törichten Menschen mit ihren Elementaren Fähigkeiten…
Doch das Jahr ist angebrochen. Es gibt kein Zurück mehr, jetzt wird sich das Ende dieser Ära ankündigen. Das Jahr, in dem die ältesten, stärksten Wesen zurück kehren.
Ihresgleichen erwarten sie.
Wird der Frieden von Dauer sein, werden sie nebeneinander existieren können, oder artet das Ganze in ein bodenloses Desaster aus?
Es liegt alles in eurer Hand. Ob ihr nun ein Wesen seid, das versucht menschlicher zu agieren, oder ein Mensch der die Wesen anstrebt… Ihr habt es in der Hand. Ihr könnt das Ruder kippen.



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